Entstehung von "Snow Cat"

Was mich an Katzen so fasziniert, ist ihre Eigenwilligkeit. In einer Katze steckt beides: die sanfte, liebevolle Schnurrerin, die voller Zärtlichkeit ihre Zuneigung bekundet – und das wilde Raubtier, das seine Krallen ausfährt, wenn man ihm zu nahe tritt, und erbarmungslos seine Beute jagt. Es gibt mindestens 38 Arten von Katzen auf der Welt, welche sich in Anatomie und Verhaltensweisen sehr ähneln. Unterschiede betreffen vor allem die Größe, den Lebensraum und damit verbunden das Beutespektrum.

 

Die größte Katze der Welt ist der Tiger, und von allen 6 Tiger-Unterarten der sibirische Tiger mit bis zu 300 kg Gewicht. In seinem Winterfell wirkt er nicht nur enorm kraftvoll, sondern irgendwie auch unglaublich pluschig. Zu gerne möchte man einmal in dieses Fell greifen und diese Riesenkatze kraulen ... aber ob die Katze das auch möchte?

 

Bleibt mir also, das Tier zu malen, und ich begann mit einem Motiv, das ich schon sehr lange in meinem Ordner vorrätig hielt: einem sibirischen Tiger, der kraftvoll durch den hohen Schnee springt.

Arbeitsschritte

 

 

 

 

1. Die Vorlage:

Eine Doppelseite aus einem alten Apothekenheft für Kinder.

 

 

 

 

2. Rohzeichnung auf Seide:

Ein 90 x 90 cm²-Seidentuch wird auf den Rahmen gespannt (Pongé 08). Jede einzelne Begren-zungslinie muß mit Konturmittel festgelegt werden, damit die Farbe nicht hinterher verläuft. Für die Begrenzung verwendete ich farblose Gutta sowie schwarz und golden eingefärbtes Konturmittel.

 

 

 

3. Colorierung:

Ausmalen des Tigers in mehreren Lasurschichten. Anschließend Gestaltung des Hintergrundes nach einem Taigamotiv im Winter. Den blauen Himmel legte ich Nass in Nass an, um einen gleich-mäßigen Farbverlauf zu erzielen. Nach Trocknung desselben brachte ich die Koniferen an. Da Seidenmalfarbe auf gefärbtem Seidenstoff nicht mehr so stark verläuft wie auf roher Seide, ging das ohne Konturmittel.  

 

 

 

 

4. Fixierung & Rahmung

Die Farbe wurde durch rückseitiges Bügeln auf der Seide fixiert. Das Seidentuch wurde dann auf Vliseline aufgebügelt und in einen passend angefertigten Rahmen gespannt.

 

Das Bild hing vom 04.12.2013 bis zum 09.02.2014 in der Galerie Carlshöhe.

Es steht weiterhin zum Verkauf. 

 

Leider sind heutzutage viele wilde Katzenarten in ihrem Bestand gefährdet. Der Tiger gehört zu den akut vom Aussterben bedrohten Arten. Er ist in den Wäldern Asiens beheimatet, früher mit 9, heute nur noch mit 6 Unterarten. Während des 20. Jahrhunderts reduzierte sich der Bestand frei lebender Tiger von ehemals 100.000 auf ca. 3.500 Tiere. Warum sind diese Tiere so stark bedroht?


Aufgrund des Bevölkerungswachstums dringen Menschen immer tiefer in den Lebensraum der Großkatzen ein. Durch die Vernichtung der Wälder und Ackerbau finden die Tiere immer weniger Rückzugsmöglichkeiten. Ihre Jagd- und Streifgebiete werden zersplittert. Außerdem wird der Tiger stark durch Wilderei dezimiert. Die Nachfrage nach Tigerknochen und Tigerhoden für die traditionelle asiatische Medizin ist groß. Tigerfelle sind als Jagdtrophäen bis heute hochbegehrt.

 

Die Vorstellung, daß diese mächtigste und schönste aller Katzen in freier Wildbahn aussterben und bald nur noch in Zoos überdauern könnte, gefällt mir nicht. Ich möchte etwas tun. Daher habe ich mich entschlossen, die internationale Organisation „Panthera“ zu unterstützen, die mit „Tigers forever“ meiner Meinung nach ein gutes und erfolgsversprechendes Konzept zum Schutz dieser Art auf die Beine gestellt hat. Dazu gehören vor allem auch Bestandsschutz und –Vermehrung in sogenannten „key sites“, Schlüsselregionen, die für die Populationen von entscheidender Bedeutung sind.

 

Wenn "SnowCat" verkauft wird, gehen 50% des Netto-Erlöses an Tigers forever.

Preis: auf Anfrage.