Seidenmalerei

Seidenmalerei ist für mich wie Aquarellmalen auf großer Fläche. Man kann "Nass in Nass" und "Nass auf Trocken" malen und sehr ebenmäßige oder auch wilde Farbverläufe erzielen. Mit einem Unterschied: die Farbe läuft immer irgendwohin, solange der Seidenstoff noch keinen Farbauftrag hat. Deshalb müssen alle vorgegebenen Formen mit einem sogenannten Konturmittel begrenzt werden: da gibt es farblose Gutta (traditionell) oder verschieden pigmentierte Konturmittel. Bei dem unten stehenden Tiger habe ich jeden einzelnen Streifen sorgsam konturiert. Man muss aufpassen, dass die Linien wirklich geschlossen sind, damit die Farbe an den Lücken rausläuft ... (ein Beispiel für das Making-Of  findet Ihr hier.)

Einen Nachteil hat Seide allerdings: in der Sonne bleicht sie mit der Zeit aus und wird spröde. Man sollte das Bild also nicht dorthin aufhängen, wo die direkte Sonneneinstrahlung hinfällt.

Ich verwende Javanna-Seidenmalfarben, die bügelfixiert werden, und Seidentücher (90 x 90 cm) in der Qualität Ponge 08 und Ponge 10.

Natur

Das Making-of von "Schneetiger" findet Ihr hier.

Spirituelles & Fantasy